Kleine Imkerschule – Arbeiten, die gemacht werden müssen

Inzwischen ist wieder Hauptsaison bei den Imkern. Im Mai kann meistens das erste Mal im Jahr geschleudert werden. Die Bienenvölker sind im April und Mai stärker geworden. Die Honigräume wurden aufgesetzt und die Bienen bauen die Mittelwände aus, um Platz für den neuen Honig zu haben. Die Königin stiftet unermüdlich und es entstehen starke Völker. Der Imker kontrolliert regelmäßig, ob sich Weiselzellen im Bienenvolk befinden.  Aus den Weiselzellen entstehen neue Königinnen. Und zwei oder mehrere Königinnen im Volk werden nicht geduldet. Da muss eine Königin ausziehen, das nennt man dann „schwärmen“.  Sie nimmt einen Teil des Honigs und des Bienenvolkes mit und sucht sich eine neue Bleibe.  Dann sind die Bienen und der Honig weg und der Imker hat nur noch ein geschwächtes Volk.

Bienen vor dem Einflugloch

Bienensound

Im März mussten wir feststellen, dass 4  – eigentlich starke Völker – den Winter nicht überlebt haben.

Da müssen dann die Beuten abgeräumt werden. Teilweise war noch sehr viel Futter in den Waben. Alles hat mein Imker vom Bienenstand nach Hause geholt und bei mir abgestellt. Das bedeutete viel Arbeit.

 

Dampfwachsschmelze – Sie fasst ca. 10 bis 12 Waben und wird mit Wasserdampf betrieben.

 

geschmolzenes Wachs

Die Waben wurden mit Hilfe der Dampfwachsschmelze eingeschmolzen. Das Wachs wird gesammelt und kann in Zahlung gegeben werden oder man lässt daraus Mittelwände herstellen. Dann hat der Imker einen eigenen Wachskreislauf.

Waben nachdem sie in der Dampfwachsschmelze waren und anschließen händisch abgekratzt wurden. So sind sie aber noch nicht richtig sauber für den erneuten Einsatz. Deshalb koche ich sie nochmals mit Sodawasser aus.

 

Einkocher mit Rähmchen – Bei 8-90 Grad werden sie in Sodawasser  5 – 10 Min. ausgekocht und anschließend gebürstet und mit klarem Wasser abgespült.

 

ausgekochte, gesäuberte Rahmen

Ausgekochte Rähmchen, gebürstet und gespült mit klarem Wasser.  Anschließend müssen sie noch richtig trocknen. Danach können sie wieder weiterverwendet werden.  Mittelwände werden eingelötet und man kann sie wieder für die Honigräume oder Bruträume verwenden.

Das war mein heutiger Beitrag der kleinen Imkerschule. All diese Arbeiten sieht der Kunde nicht, wenn er ein Gas Honig kauft.

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Andrea Karminrot– Samstagsplausch

Allen Lesern wünsche ich eine gute Woche.

 

 

3 Gedanken zu „Kleine Imkerschule – Arbeiten, die gemacht werden müssen

  • 3. Mai 2026 um 14:46 Uhr
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    Gibt es einen Grund, warum die Völker nicht überlebt haben? Oder wißt Ihr den nicht?
    So etwas ist jedenfalls immer wieder furchtbar.
    Hier konnte man lesen, dass 1. in Bonn wohl mehrere Bienenschwärme (wg der Wärme und dem Nahrungsangebot) geschwärmt sind und 2. das die asiatische Hornisse in NRW stärker bekämpft werden soll (durch geschulte und ausgerüstete Imker)

    Ich hoffe, nun läuft es aber erstmal rund bei Dir
    Liebe Grüße
    Nina

    Antworten
  • 3. Mai 2026 um 16:36 Uhr
    Permalink

    Liebe Nina,
    danke für deinen lieben Kommentar. Die asiatische Hornisse wird oder ist schon eine Herausforderung für die Imker. Sie ist auch sehr aggressiv. Warum diese 4 Völker gestorben sind, weiß man nicht. Es kann an der Varroamilbe liegen…? Es ist auch nicht so tragisch, war nur viel Arbeit, all die Waben einzuschmelzen und sauber zu machen. Leider ist mein Imker, der mich jetzt schon lange unterstützt, aus privaten Gründen für 2 Monate nicht verfügbar und ich muss es jetzt alleine bewältigen – was ich eigentlich nicht kann. Ich bekomme zwar von anderen Helfern Unterstützung, aber sie sind nicht fachkundig. Ich bin nicht böse, wenn ich jetzt 4 Völker weniger aufpassen muss……

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    • 3. Mai 2026 um 22:57 Uhr
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      Hallo Agnes, das Imkern ist ein arbeitsreiches Hobby. Ich habe es vor vielen Jahren bei meinem Vater gesehen. Er hat ganze Sonntage bei seinen geliebten Bienen verbracht – was meine Mutter nur schwer tolerieren konnte.
      Die fleißigen Bienen haben seine Arbeit mit leckerem Honig belohnt.
      Liebe Grüße Elisabeth

      Antworten

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